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Testfallkatalog — auf den Gold Path gefiltert

Testfallkatalog — auf den Gold Path gefiltert

Quelle: tuxamed, Bearbeitet/testfaelle/ — 8 TestGroups, 27 Subgroups, 116 Testfälle, alle status: TODO, Titel in Kundensprache. Gefiltert gegen die §9-Tabelle des Extraktionsberichts (siehe ../guidelines/project/gold-path-scope.md).

67 von 116 sind im Schnitt. Der Status bleibt TODO: BUILT würde Implementierung behaupten, DEVIATION einen Soll-Ist-Abgleich — beides wäre zum jetzigen Zeitpunkt falsch. Welche dieser Fälle im Code tatsächlich als automatisierter Test existieren, sagt die letzte Spalte.

Die 116 verteilen sich vollständig und ohne Rest:

Fälle wo
im Schnitt 67 Tabelle unten, und live im zwirn-testmanagement-service
nicht im Schnitt (Stand v1.1) 27 Abschnitt „Nicht im Schnitt"
zurückgestellt (neu in v1.2, prüft eine Scope-Erweiterung) 22 Abschnitt „Zurückgestellt"

Auf Backlog v1.2 nachgezogen am 2026-08-15. Bis dahin stand hier der Stand v1.1 (63 von 90) mit dem ausdrücklichen Vermerk, dass bewusst nicht neu gefiltert wurde, weil „geraten statt gemessen schlechter wäre als veraltet". Gemessen ist es jetzt. Von den 26 neuen v1.2-Fällen sind 4 aufgenommen und 22 zurückgestellt; drei bestehende Fälle sind korrigiert (TC-AUS-009, TC-THE-006, TC-THE-007). Die Subgroup-Zahl steigt von 20 auf 21 (pruefpriorisierung).

Warum nur 4 von 26? Weil für die übrigen 22 die geprüfte Regel im Code nicht existiert — nicht aus Nachlässigkeit, sondern nach der Leitregel dieses Repos: korrigiert wird, was v1.2 widerlegt; nicht gebaut wird, was v1.2 neu ermöglicht (v12-nachzug-scope.md). Ein aktiver Testfall auf eine nicht gebaute Regel wäre eine Fähigkeitsbehauptung. Er verschwindet deshalb nicht, sondern steht unten mit Nummer, Titel und Grund.

Die Aufnahmeentscheidung ist am Code getroffen, nicht an der Backlog-Prosa — geprüft wurden regelwerk/Regelkatalog.java, model/KlinischeTragweite.java, service/AuswertungService#pruefstatus, service/BerichtService und RegelkatalogV12Test (2026-08-15).

Drei Filterkonventionen, die §9 nicht explizit regelt und die deshalb hier stehen:

  1. FACH-109 (Referenzfallkatalog, Epic F10) zählt nicht als Ausschlussgrund. Es wird in 13 Testfällen nur als Herkunft der Konstellation zitiert, nicht als F10-Funktion. §9 stützt das („Referenzfall 8 hängt daran" als Begründung für F1), §10 verlangt Referenzfall 2 für die Demo.
  2. Grundmodell-Regeln ohne FACH-ID (GM-1.1, GM-1.3, GM-7.x, GM-6.4) folgen dem §9-Schlusssatz, der Stufenkappung, Konfundierung und informierte Übersteuerung ausdrücklich im Schnitt behält.
  3. Für die 26 v1.2-Neuzugänge gilt zusätzlich der Code als Filter (neu 2026-08-15). §9 sagt nichts über sie — es ist älter. Ein neuer Fall wird nur aufgenommen, wenn die geprüfte Regel im Repository implementiert ist; sonst ist er zurückgestellt. Das ist strenger als die Konventionen 1 und 2, die auf die bestehenden 63 angewandt wurden — diese bleiben unverändert (mehrere von ihnen prüfen belegte, aber noch nicht gebaute Regeln, siehe Spalte „im Code"). Der Unterschied ist Absicht: bei den 63 ist die Lücke seit v1.1 dokumentiert und gezählt, bei einem neu aufgenommenen Fall wäre sie eine neue, unbelegte Zusage.

Im Schnitt (67)

TestGroup Subgroup TestCase FACH im Code
scope-gate zielpopulation TC-SCP-001 Eine Schwangerschaft schliesst den Fall temporaer aus und wird als in Vorbereitung kommuniziert 007
scope-gate zielpopulation TC-SCP-002 Dialysepflichtigkeit schliesst den Fall dauerhaft aus 007
scope-gate zielpopulation TC-SCP-003 Ein Patient unter 18 Jahren wird ueber das Geburtsjahr erkannt und ausgeschlossen 007, 011
scope-gate zielpopulation TC-SCP-005 Ein ausgeschlossener Fall kann dokumentiert, aber nicht bis zur Therapieempfehlung gefuehrt werden 007
scope-gate nutzerqualifikation TC-SCP-006 Eine Intervention, die der anwendenden Person nicht zur Verfuegung steht, wird nicht als umsetzbare Empfehlung dargestellt 008
scope-gate nutzerqualifikation TC-SCP-007 Der Eskalationshinweis ist unabhaengig von der Nutzergruppe sichtbar, seine Formulierung passt sich der Qualifikation an 008
scope-gate einwilligung TC-SCP-008 Eine fehlende erforderliche Einwilligung verhindert den Start des fachlichen Prozesses 023
intake-und-sicherheit basisdaten-aktualitaet TC-INT-001 Ein Koerpergewicht, das aelter als 6 Monate ist, muss vor der Therapieableitung bestaetigt werden 017
intake-und-sicherheit basisdaten-aktualitaet TC-INT-002 Schwangerschaft und Stillzeit sind bei jeder Auswertung ausdruecklich zu bestaetigen 017
intake-und-sicherheit basisdaten-aktualitaet TC-INT-003 Eine spaetere Aenderung der Patientendaten veraendert eine bereits freigegebene Auswertung nicht 013
intake-und-sicherheit basisdaten-aktualitaet TC-INT-004 Ein Patient ohne Pflichtangabe des Basisdatensatzes kann angelegt, aber nicht bis zur Therapieempfehlung gefuehrt werden 011 teilweise
intake-und-sicherheit dauerhafte-sicherheitsmerkmale TC-INT-005 Ein hinterlegtes Sicherheitsmerkmal fliesst automatisch in jede neue Auswertung ein und ist dort sichtbar 018
intake-und-sicherheit dauerhafte-sicherheitsmerkmale TC-INT-006 Ein Sicherheitsmerkmal kann nicht ohne dokumentierte Entscheidung entfernt werden 018
intake-und-sicherheit dauerhafte-sicherheitsmerkmale TC-INT-007 Eine Anamneseangabe, die eine dauerhafte Kontraindikation darstellt, wird auf Patientenebene uebernommen 020, 018
intake-und-sicherheit red-flag-screening TC-INT-008 Ein Red-Flag-Treffer bei unspezifischer Muedigkeit setzt den Fall auf R3 und erzeugt keine Supplementempfehlung 029
intake-und-sicherheit red-flag-screening TC-INT-009 Ein unbearbeiteter Red-Flag-Hinweis blockiert die Freigabe 029, 079 teilweise
intake-und-sicherheit red-flag-screening TC-INT-010 Der Therapeut kann einen Red-Flag-Hinweis als bereits abgeklaert kennzeichnen und hebt damit die Sperre auf 029 teilweise
intake-und-sicherheit praeanalytik TC-INT-011 Fehlt eine fuer einen Analyten relevante praeanalytische Angabe, wird nur dieser Analyt gekappt, nicht der gesamte Befund 028
intake-und-sicherheit praeanalytik TC-INT-012 Eine praeanalytisch bedingte Auffaelligkeit wird als solche benannt und nicht als Versorgungsdefizit interpretiert 028
extraktionspruefung einheiten-normalisierung TC-EXT-001 Die Originaleinheit des Befunds bleibt unveraendert erhalten und ist im Report nachvollziehbar 037, 030
extraktionspruefung einheiten-normalisierung TC-EXT-002 Existiert kein freigegebener Umrechnungsfaktor, wird nicht umgerechnet 037
extraktionspruefung einheiten-normalisierung TC-EXT-003 Der Referenzbereich wird mit demselben Faktor mit umgerechnet und nie separat geschaetzt 037
extraktionspruefung einheiten-normalisierung TC-EXT-004 Ein Befund mit gemischten Einheiten ng/ml und nmol/l wird korrekt normalisiert 037
extraktionspruefung einheiten-normalisierung TC-EXT-005 Bei uneindeutiger oder unlesbarer Einheit erfolgt keine Interpretation, sondern eine Pflichtpruefung 037
extraktionspruefung einheiten-normalisierung TC-EXT-006 Fuer Vollblut, Erythrozyten und Urin werden eigene Umrechnungseintraege gefuehrt, auch bei identischem Rechenwert 037
extraktionspruefung messbereichsgrenzen TC-EXT-007 Ein fehlender Wert und ein Wert unterhalb der Bestimmungsgrenze werden nie gleich behandelt 035, 038
extraktionspruefung messbereichsgrenzen TC-EXT-008 Ein toxisches Element unterhalb der Bestimmungsgrenze erzeugt kein Finding und keine Ausleitungsempfehlung 038
extraktionspruefung messbereichsgrenzen TC-EXT-009 Ein essenzieller Naehrstoff unterhalb der Bestimmungsgrenze erzeugt eine Pflichtpruefung, aber keine automatische Empfehlung 038, 003
extraktionspruefung messbereichsgrenzen TC-EXT-010 Ein Wert oberhalb des Messbereichs ist immer pruefbeduerftig 038, 045
extraktionspruefung analyt-matrix-zuordnung TC-EXT-011 Ohne eindeutige Zuordnung entsteht ein offener Punkt - es wird nicht auf den aehnlichsten Eintrag geraten 039
extraktionspruefung analyt-matrix-zuordnung TC-EXT-012 25-OH-Vitamin D und 1,25-Dihydroxy-Vitamin D werden nicht verwechselt 039, 003
extraktionspruefung analyt-matrix-zuordnung TC-EXT-013 Eine Korrektur von Einheit, Analyt oder Matrix setzt alle abgeleiteten Ergebnisse zurueck 032
extraktionspruefung pruefpriorisierung TC-EXT-014 Ein Analyt hoher klinischer Tragweite loest bereits bei mittlerer Erkennungsunsicherheit eine Pflichtpruefung aus 031 teilweise
extraktionspruefung pruefpriorisierung TC-EXT-015 CRP und Albumin loesen dieselbe Pflichtpruefung aus wie ein Analyt hoher Tragweite, obwohl sie selbst klinisch wenig riskant sind 031
fachliche-auswertung kritische-werte TC-AUS-008 Ein kritischer Kaliumwert mit Haemolysehinweis erzeugt einen Probenhinweis, keinen Notfallhinweis 045, 028
fachliche-auswertung kritische-werte TC-AUS-009 Ein kritischer Kaliumwert ohne Haemolysehinweis fuehrt zu Eskalation und Risikoklasse R3 045, 070
fachliche-auswertung kritische-werte TC-AUS-010 Solange auf Ebene E1 ein unbearbeiteter Punkt besteht, wird keine Therapieempfehlung als umsetzbar dargestellt 065
fachliche-auswertung kritische-werte TC-AUS-017 Fuer Selen entsteht kein kritischer Serumwert - die Luecke ist eine Entscheidung, kein Versehen 045, 072, 090
fachliche-auswertung kappung-und-konfundierung TC-AUS-011 Fehlt ein Pflicht-Kontextparameter, bleibt die Interpretation moeglich und nur die Therapieableitung gesperrt GM-1.1
fachliche-auswertung kappung-und-konfundierung TC-AUS-012 Aus einer Stufenkappung entsteht der Vorschlag zur Nachbestimmung, nicht eine unsichere Therapieempfehlung GM-1.2 teilweise
fachliche-auswertung kappung-und-konfundierung TC-AUS-013 Erhoehtes CRP bei erniedrigtem Zink und Selen erzeugt keine Mangelempfehlung GM-1.3, 046
therapieempfehlung pflichtangaben TC-THE-001 Ein unauffaelliger Standardfall mit klarem Mangel erzeugt Finding, Empfehlung, Dosis und Reevaluation 065 teilweise
therapieempfehlung pflichtangaben TC-THE-002 Die Dosis wird immer als elementare Wirkstoffmenge angegeben, nicht als Verbindungsmenge 065, 022
therapieempfehlung pflichtangaben TC-THE-003 Fehlt eine Pflichtangabe, entsteht keine Empfehlung, sondern ein offener Punkt 065
therapieempfehlung pflichtangaben TC-THE-004 Bei fehlender Mindestinformation entsteht eine Empfehlung ohne konkrete Dosis statt gar keiner Aussage 067, 074
therapieempfehlung dosisobergrenzen TC-THE-005 Bestehende Supplementierung nahe der Obergrenze loest die kumulative Zufuhrpruefung aus 072
therapieempfehlung dosisobergrenzen TC-THE-006 Eine Zinkdauergabe, die einen Kupfermangel ausloesen kann, erzeugt eine verpflichtende Kupfer-Begleitkontrolle 073, 074, 072 teilweise
therapieempfehlung dosisobergrenzen TC-THE-007 Fuer Eisen ist der Wertzustand 'kein Wert' gefuehrt - er wird ausgewiesen und nie als Unbedenklichkeit dargestellt 072 teilweise
therapieempfehlung interaktionen TC-THE-010 Bei bekannter Haemochromatose entsteht trotz niedrigem Ferritin keine Eisenempfehlung 018, 044
therapieempfehlung interaktionen TC-THE-011 Folsaeure wird nicht ohne bekannten B12-Status empfohlen 073
therapieempfehlung interaktionen TC-THE-012 Jede Empfehlung traegt einen Reevaluationszeitpunkt mit konkreten Kontrollparametern 074
review-und-freigabe systemgrenze TC-REV-001 Der Therapeut sieht, was das System bewusst nicht vorgeschlagen hat und warum 075
review-und-freigabe systemgrenze TC-REV-002 Kein Vorschlag ist kein Verbot - die Oberflaeche macht den Unterschied sprachlich erkennbar GM-7.1
review-und-freigabe systemgrenze TC-REV-003 Eine Aenderung, die eine Systemregel verletzt, wird nicht blockiert, sondern nach aktiver Bestaetigung durchgefuehrt 077
review-und-freigabe systemgrenze TC-REV-004 Erhoeht der Therapeut eine Dosis ueber die Obergrenze, laeuft die informierte Uebersteuerung korrekt und wird dokumentiert 083, 072
review-und-freigabe systemgrenze TC-REV-005 Ein Zielpopulationsausschluss ist nicht uebersteuerbar 007 teilweise
review-und-freigabe systemgrenze TC-REV-006 Eine geaenderte Empfehlung traegt nicht mehr die Evidenzangabe des urspruenglichen Systemvorschlags 077
review-und-freigabe ablehnungskategorien TC-REV-008 Eine wegen Priorisierung abgelehnte Empfehlung bleibt als zurueckgestelltes Thema fuer die Folgeauswertung sichtbar 078
review-und-freigabe ablehnungskategorien TC-REV-009 Eine abgelehnte Empfehlung verschwindet aus dem finalen Therapieplan, aber nicht aus der Entscheidungshistorie 078 teilweise
review-und-freigabe freigabe TC-REV-010 Der Gesamtplan-Sicherheitscheck laeuft ueber den finalen Plan, nicht ueber den urspruenglichen Systemvorschlag 082
review-und-freigabe freigabe TC-REV-011 Nach der Freigabe ist der Fall unveraenderlich - eine Korrektur erzeugt eine neue Version mit Bezug auf die vorherige 080 teilweise
bericht pflichtinhalte TC-BER-001 Ein Bericht ohne Reevaluationsplan, ohne Evidenzangaben oder ohne Ausweis der Regelwerksversionen wird nicht als final ausgegeben 085
bericht pflichtinhalte TC-BER-002 Der Bericht bildet auch ab, was nicht ausgewertet und was nicht empfohlen wurde 085
bericht pflichtinhalte TC-BER-003 Laborwerte erscheinen in Original- und normalisierter Einheit mit Laborreferenzbereich und Interpretationsstufe 085
bericht pflichtinhalte TC-BER-005 Der Bericht weist beide Regelwerksversionen aus und traegt Zeitpunkt, Person und Qualifikation der Freigabe 085, 119
bericht pflichtinhalte TC-BER-012 Je Wirkstoff sind erwartbare harmlose Begleiterscheinungen von echten Warnzeichen getrennt dargestellt 090 teilweise
regelwerk-governance versionierung TC-GOV-001 Jede Auswertung fuehrt beide Versionskennungen mit - R-Global und R-Praxis 119

„im Code" heißt: ein automatisierter Test in tuxametrics-laborauswertung-service/src/test/java/… prüft genau diese Aussage. „teilweise" heißt: die Regel ist implementiert und wird nebenbei mitgeprüft, aber es gibt keinen Test, der genau diesen Fall benennt.

Gezählt (nachgemessen 2026-08-15): 30 vollständig, 12 teilweise, 25 ohne automatisierten Test. Das ist der ehrliche Stand — kein Katalog gilt als abgearbeitet, nur weil er gefiltert wurde.

Korrektur: hier stand bis 2026-08-15 „21 vollständig, 8 teilweise, 34 ohne". Die Zahlen waren gegenüber der Tabelle direkt darüber veraltet — nachgezählt ergab dieselbe Tabelle schon vorher 28 / 8 / 27. Die Prosa war einmal richtig und ist beim Nachziehen der Tabelle nicht mitgewandert; genau dafür sind die Zählungen jetzt gegen scripts/testfaelle-katalog.json gemessen statt gezählt. Drei der Änderungen sind neue Belege, keine Umdeutung:

  • TC-AUS-009 (kritischer Kaliumwert ohne Hämolysehinweis) hat seit dem ReferenzfallKaliumpaarTest einen eigenen Test — Konstellation 5 des Referenzfallkatalogs.
  • TC-THE-006 und TC-THE-007 sind von „ohne" auf „teilweise" gestiegen: RegelkatalogV12Test prüft die Kupfer-Begleitkontrolle und den Wertzustand KEIN_WERT für Eisen — aber auf Katalogebene. Dass die erzeugte Empfehlung den Kontrollparameter trägt bzw. der Bericht den Zustand ausweist, prüft kein Test. Deshalb „teilweise" und nicht „✅".

TC-THE-007 trägt seit 2026-08-15 den v1.2-Titel

Bis dahin stand hier die v1.1-Formulierung „für Eisen existiert keine allgemein anerkannte Obergrenze" mit der Begründung, der Prüfgegenstand bleibe richtig. Das stimmt — aber v1.2 hat den Titel selbst umgeschrieben (tuxamed Bearbeitet/testfaelle/05-therapieempfehlung.md, aenderungsvermerk), und Titel werden nach GG-TESTING-0004 1:1 zum deutschen @DisplayName. Aus der Lücke ist ein benannter dritter Wertzustand geworden: kein Wert, „2024 geprüft, weder UL noch Ersatzwert ableitbar" (FACH-072 Z. 1594), und Z. 1576 verbietet ausdrücklich, ihn als Unbedenklichkeit darzustellen. Im Regelkatalog ist genau das umgesetzt (SicherheitswertArt.KEIN_WERT, unterscheidbar von „nicht im Katalog").

TC-THE-006 behält seinen Titel — v1.2 hat dort nur die Auslösebedingung präzisiert („ab 25 mg täglich oder länger als 8 Wochen" statt „ab ca. 40 mg", FACH-073 Z. 1628, OF-11 aufgelöst). Der Fall ist damit erstmals überhaupt auslösbar.


Zuordnung zu BPMN-Elementen (bpmnPath)

Seit 2026-08-15 tragen 57 der 67 Fälle ein bpmnPath und den processDefinitionKey tuxametrics-auswertung. Damit zeigt die Testfall-Ansicht des Prozess-Cockpits eine echte Abdeckung je Prozessschritt statt eines leeren Reiters. Die Werte stehen in ../scripts/testfaelle-katalog.json, nicht in der Tabelle oben — sie sind Migrationsdaten, keine fachliche Aussage.

Die Zuordnungsregel — nachprüfbar, nicht geraten. Die BPMN-Datei tuxametrics-process-hub-cockpit/src/main/resources/processes/tuxametrics-auswertung.bpmn20.xml trägt an fast jedem Element eine documentation mit FACH-Bereich (Task_extract → „FACH-030 bis 039", Task_therapy → „FACH-065 bis 074" usw.). Ein bpmnPath wird gesetzt, wenn eine der beiden Bedingungen zutrifft:

  1. Die FACH-ID des Testfalls liegt in der documentation genau eines Elements; oder
  2. der Testfall prüft einen im Modell benannten Zweig (Gateway_scope „nicht auswertbar", Gateway_rf „Treffer", Gateway_crit „kritisch", Gateway_ovr „ja, E1 begründungspflichtig", Gateway_rel „ja, blockierend").

Trifft keins von beidem zu, bleibt das Feld leer. Betroffen sind 10 Fälle:

Fall Warum keine eindeutige Zuordnung
TC-INT-001, TC-INT-002, TC-INT-004 FACH-011/FACH-017 (Basisdatensatz, Bestätigungsfrist) erscheinen in keiner documentation. Die Angaben werden in Task_intake erfasst und sperren Task_therapy — belegt ist diese Kette im Modell aber nicht
TC-INT-005, TC-INT-006 FACH-018 (dauerhafte Sicherheitsmerkmale) liegt unterhalb des Bereichs „FACH-020 bis 028" von Task_intake. Ein Merkmal wirkt fallübergreifend, also an keinem einzelnen Schritt
TC-AUS-011, TC-AUS-012 Nur GM-1.1/GM-1.2, keine FACH-ID. Die Kappung entsteht in Task_eval, das Modell sagt das nicht
TC-REV-001 FACH-075 (Ansicht Therapieplan-Entwurf) grenzt an „FACH-076 bis 078" von Task_review, liegt aber ausserhalb. Grenzfall — eine Entscheidung, keine Fachklärung
TC-REV-002 Nur GM-7.1
TC-GOV-001 FACH-119 (Regelwerksversionen) betrifft jeden Schritt und damit keinen

Diese zehn erscheinen in der Coverage-Ansicht bewusst nicht, statt eine erfundene Zuordnung zu zeigen (dieselbe Haltung wie bei den Mock-Szenarien in TestfallAusfuehren.tsx).

bpmnPath allein macht den Cockpit-Reiter noch nicht sichtbar. tuxametrics-ui/src/App.tsx reicht createProcessHubRoutes(...) kein testCases-Array — bewusst, weil der Katalog per REST aus dem zwirn-testmanagement-service kommt und nicht doppelt gehalten werden soll. Die Daten liegen jetzt bereit; die Verdrahtung (naheliegend: GoldPathDiagramm.tsx in src/domains/testfaelle, das den Katalog ohnehin lädt) ist ein eigener, offener Punkt.


Nicht im Schnitt (27)

Grund Testfälle
Ebene E2 komplett (FACH-040/050/051) — nicht baubar, keine Auffälligkeitsbereiche (OF-01/E-7) TC-AUS-001 … TC-AUS-007, TC-AUS-014 (8)
Governance/Korrekturprozess über das mitgeführte Feld hinaus (FACH-119 als Prozess, FACH-120) TC-GOV-002 … TC-GOV-007 (6)
Patientenversion (FACH-086) — E-17 offen, höchstes Missverständnisrisiko TC-BER-006 … TC-BER-009 (4)
Epic F10 Verlauf/Lernen (FACH-107, FACH-108) und F9 Kennzahlen (FACH-097) TC-GOV-008, TC-GOV-009, TC-REV-007 (3)
Medikament-Interaktionsprüfung als Prüfung (FACH-021/043) — Wirkstoffauflösung fehlt (OF-07) TC-THE-008 (ACE-Hemmer/Kalium), TC-THE-009 (Levothyroxin) (2)
R-Praxis (FACH-061063) TC-GOV-010 (1)
eGFR-Modifikator — §9 nimmt FACH-007 ausdrücklich „ohne eGFR-Modifikator" auf, Schwellen fehlen (E-2/OF-06) TC-SCP-004 (1)
E2-Darstellung im BerichtFACH-085 ist im Schnitt, der Prüfgegenstand existiert nicht TC-BER-004 (1)
Zwei gleichzeitige BearbeiterOF-48, ohne Festlegung nicht ausführbar TC-REV-012 (1)

Drei davon sind Ermessensentscheidungen, bei denen die FACH-ID im Schnitt liegt und nur der Prüfgegenstand nicht: TC-SCP-004, TC-BER-004, TC-REV-012. Wer sie zurückholen will, braucht keine neue Fachklärung, sondern nur eine Entscheidung.

TC-SCP-004 hat seinen Ausschlussgrund gewechselt, nicht seinen Status. Bis v1.1 war er ausgeschlossen, weil die eGFR-Schwellen fehlten. v1.2 hat sie entschieden (E-2, FACH-007 Z. 333–348) — der Fall ist damit fachlich entblockt, aber AuswertungService baut den Modifikator ausdrücklich nicht („Nicht enthalten: der eGFR-Modifikator", Z. 164). Er bleibt deshalb draußen und wandert inhaltlich zu den zurückgestellten Fällen unten (TC-THE-016 ist seine Therapieseite).


Zurückgestellt — prüft eine Scope-Erweiterung (22)

Neu in v1.2 und bewusst nicht im aktiven Katalog. Diese 22 Fälle sind fachlich einwandfrei formuliert und im Quellmaterial vollständig ausgearbeitet. Sie prüfen aber jeweils eine Regel, die in diesem Repository nicht implementiert ist — nachgemessen am Code, nicht an der Backlog-Prosa. Ein aktiver Testfall darauf würde eine Fähigkeit behaupten, die es nicht gibt.

Sie stehen deshalb hier statt in ../scripts/testfaelle-katalog.json und nicht im zwirn-testmanagement-service: sichtbar, mit Nummer und Grund, aber ohne den Anschein von Prüfbarkeit. Der zugehörige Scope-Punkt steht in ../agentic-engineering/backlog/v12-nachzug-scope.md; wird einer davon gebaut, wandern seine Fälle nach oben.

Fall Titel (gekürzt) Blockiert durch Was genau im Code fehlt
TC-INT-013 Akutes Infektgeschehen erzeugt eine Konfundierungskennzeichnung, aber keinen Red-Flag-Treffer E-4 Halb gebaut. Die Negativseite stimmt bereits: RedFlag führt 8 statt 9 Einträge, der akute Infekt ist entfernt und der Grund im Javadoc benannt. Die Positivseite fehlt: Praeanalytik.infektgeschehen14Tage wird gespeichert, aber von keiner Regel gelesen — die Konfundierung nach GM-1.3 hängt allein am CRP
TC-INT-014 Die Aktualitätsgrenze eines Befunds gilt je Analyt, nicht je Dokument E-3, Punkt 3 Kein Vergleich von befunddatum gegen irgendeine Grenze. Die 3/6/12-Monats-Gruppen (FACH-024 Z. 682–694) stehen nirgends im Regelkatalog
TC-INT-015 Ein Befund jenseits der Grenze bleibt darstellbar — nur die Therapieableitung entfällt E-3, Punkt 3 dito; zusätzlich fehlt der Zustand „nicht mehr therapieleitend" am Messwert
TC-AUS-015 Weist das Labor einen eigenen Alarmwert aus, gilt die strengere der beiden Grenzen E-8, Punkt 5 Es gibt keine laborseitigen Alarmwerte im Datenmodell — die Vorrangregel hätte nichts, wogegen sie vorginge
TC-AUS-016 Bei eingeschränkter Nierenfunktion ist Kalium bereits ab 5,5 mmol/l kritisch E-8 + E-2, Punkt 5 KRITISCHE_SCHWELLEN führt Kalium fest auf 2,8 / 6,0 mmol/l, ohne Kontext. Braucht die eGFR zum Prüfzeitpunkt (Punkt 4). Die zweite Hälfte (Calcium unter Vitamin-D-Therapie) ist zusätzlich nicht quantifiziert (OF-69)
TC-AUS-018 Ein funktioneller Zielbereich wird nur gemeinsam mit dem Laborreferenzbereich und nie ohne Quelle angezeigt E-9 Kein Feld, keine Klasse, kein Katalogeintrag — die Volltextsuche nach „Zielbereich" findet im gesamten Service genau einen Javadoc-Kommentar
TC-AUS-019 Eine Empfehlung allein aus der Abweichung vom funktionellen Zielbereich erfordert eine bewusste Therapeutenentscheidung E-9 dito
TC-THE-013 Eine Eisenempfehlung entsteht nur bei belegtem Mangel, ist an Zielwerte gebunden und endet bei deren Erreichen E-12, Punkt 6 Hier fehlt nicht der Scope, sondern die Zahl (OF-67): v1.2 sagt, dass es Zielwerte für Ferritin und Transferrinsättigung und eine Dauergrenze gibt, nicht welche
TC-THE-014 Eine Transferrinsättigung über 45 % sperrt die Erzeugung einer Eisenempfehlung E-12, Punkt 6 Transferrinsättigung steht in KLINISCHE_TRAGWEITE, aber in keiner Schwellentabelle; es gibt keinen Sperrpfad von einem Messwert auf die Eisenerzeugung
TC-THE-015 Der europäische Sicherheitswert verhindert die Empfehlung, die nationale Höchstmenge erzeugt sie mit erhöhter Risikoklasse E-12, OF-10 Nur der UL-Ast ist gebaut (und über TC-THE-005/TC-REV-004 abgedeckt). Die zweite Stufe existiert nicht — die Spalte der nationalen Höchstmengen ist im Material selbst leer und „nicht zu schätzen" (Z. 1599). Ein aktiver Fall würde eine zweistufige Prüfung behaupten, die einstufig ist
TC-THE-016 Bei eingeschränkter Nierenfunktion wird die Obergrenze für Magnesium und Kalium abgesenkt E-2, Punkt 4 Kein eGFR-Modifikator. OBERGRENZEN ist kontextfrei. Für Stufe 45–59 fehlt zusätzlich der Betrag (OF-75)
TC-THE-017 Keine Interaktionsregel darf eine Auslöseschwelle oberhalb der Erzeugungsgrenze tragen E-13, OF-71 Grenzfall. Die Invariante wird in RegelkatalogV12Test für den einen vorhandenen Fall (Zink/Kupfer) mitgeprüft. Als generelle Katalog-Invariante ist sie nicht formulierbar: BEGLEITKONTROLLE speichert keine Auslöseschwelle, es gäbe also nichts zu prüfen. Ein Fall darauf wäre erst nach einem Modellumbau ehrlich
TC-REV-013 Ein offener kritischer Wert blockiert die Freigabe, bis er entschieden ist — nicht, bis er ausgeräumt ist E-14, Punkt 1 TherapieplanService#freigabeblocker lässt alle Punkte blockieren (Platzhalter A6). Die 6/4-Kategorisierung aus FACH-079 Z. 1741–1757 ist nicht abgebildet
TC-REV-014 Eine Übersteuerung einer E1-Regel ohne Begründung blockiert die Freigabe E-14, Punkt 1 dito; die Gegenprobe (E2/E3 blockiert nicht) ist ohne die Kategorisierung nicht darstellbar
TC-REV-015 Eine unsichere Extraktion blockiert die Freigabe nur bei hoher klinischer Tragweite E-14 + E-5 Die Vorbedingung ist seit 2026-08-13 erfüllt (KlinischeTragweite ist gebaut), die Verdrahtung als Freigabeblocker ausdrücklich nicht — das ist in v12-nachzug-scope.md Punkt 2 als eigener offener Punkt benannt
TC-REV-016 Eine unentschiedene Empfehlung blockiert ab R2 — eine unentschiedene R1 verfällt mit der Freigabe E-14, Punkt 1 Der Verfall einer R1-Empfehlung existiert nicht; heute blockiert jede unentschiedene Empfehlung. Der Punkt mit dem besten Aufwand-Wirkungs-Verhältnis
TC-REV-017 Blockierende und nicht blockierende Punkte stehen in getrennten Blöcken E-14, Punkt 1 Anzeigeanforderung ohne Gegenstand, solange es nur eine Kategorie gibt
TC-BER-010 Die Patientenversion entsteht nur durch eine gesonderte, bewusste Freigabe E-17, Punkt 9 Keine Patientenversion. Die Streichung bleibt richtig, die Begründung hat gewechselt: nicht mehr „ungeklärt", sondern „geklärt, und die geklärte Fassung ist teurer als gedacht" — ein zweiter Freigabeablauf mit eigener Dokumentation
TC-BER-011 Ohne geprüfte Vergleichsansicht ist die Patientenversion nicht freigebbar E-17, Punkt 9 dito; zusätzlich wirkt OF-39 fort — ohne Zuordnungsmechanismus zwischen den Versionen ist „geprüft" nicht operationalisierbar
TC-GOV-011 Der Versuch, eine gesperrte Regelart zu verändern, wird abgelehnt und begründet E-11 R-Praxis existiert nicht (FACH-061063 sind nicht im Schnitt, siehe TC-GOV-010 oben). Ohne zweite Regelwerksebene gibt es nichts abzulehnen
TC-GOV-012 Ein Reevaluationsintervall kann praxisseitig nur verkürzt, nie verlängert werden E-11 dito. Der Regelkatalog nennt die Einbahnrichtung im Javadoc als Begründung dafür, das obere Ende der Spanne als Voreinstellung zu nehmen — erzwungen wird sie nicht
TC-GOV-013 Wird eine globale Regel deaktiviert, werden darauf aufbauende praxiseigene Regeln ausgesetzt E-11 + FACH-120 Weder R-Praxis noch der Korrekturprozess sind im Schnitt

Vier der 26 sind aufgenommenTC-EXT-014, TC-EXT-015 (die klinische Tragweite ist seit 2026-08-13 gebaut und vom Product Owner freigegeben), TC-AUS-017 (belegte Negativerwartung, die den Code-Zustand exakt beschreibt und in RegelkatalogV12Test bereits geprüft wird) und TC-BER-012 (der Warnzeichenkatalog steht mit 8 Wirkstoffen im Regelkatalog und wird im Bericht getrennt nach „erwartbar und harmlos" / „Warnzeichen" ausgegeben).

TC-BER-012 schließt nebenbei eine Lücke, die weiter unten seit v1.1 als Befund steht: FACH-090 war im gesamten gefilterten Katalog ungeprüft, weil sein einziger Fall an der Patientenversion hing. Er hat jetzt einen eigenen.

Bemerkenswert: fünf Testfälle, die es nicht gibt

FACH-087, FACH-088, FACH-091 (alle Epic F8) sind im §9-Schnitt, haben aber keinen eigenen Testfall im Katalog. Ebenfalls ohne Testfall: FACH-006, FACH-009, FACH-010, FACH-012, FACH-014, FACH-027, FACH-042, FACH-047, FACH-066, FACH-071, FACH-076, FACH-115.

Das ist ein Befund am Quellmaterial, keine Lücke dieses Repos — er gehört trotzdem hierher, weil er sonst niemandem auffällt.

Drei Einträge sind am 2026-08-15 aus dieser Liste verschwunden, aus zwei verschiedenen Gründen:

  • FACH-090 (Sicherheits- und Einnahmehinweise, Warnzeichen je Wirkstoff) stand hier, weil sein einziger Fall wegen der Patientenversion ausgeschlossen war — die Warnzeichen waren damit im gesamten gefilterten Katalog ungeprüft. v1.2 hat den Katalog freigegeben (E-16, 8 statt 7 Wirkstoffe) und mit TC-BER-012 einen eigenen Fall dafür geschaffen. Der ist jetzt im Schnitt.
  • FACH-024 (Aktualitätsgrenze) und FACH-041 (funktioneller Zielbereich) haben seit v1.2 eigene Testfälle — TC-INT-014/015 bzw. TC-AUS-018/019. Sie sind damit kein Befund am Quellmaterial mehr, sondern eine Scope-Frage dieses Repos: alle vier stehen oben unter „Zurückgestellt". Ein Wechsel der Kategorie, keine Erledigung.