konzept vertraulich owner: matus
Studien/Quellen-Verlinkung im Regelwerk — Konzept statt Mockup-Feature (Nutzervorgabe 2026-08-26)
Studien/Quellen-Verlinkung im Regelwerk — Konzept statt Mockup-Feature (Nutzervorgabe 2026-08-26)
Status: Konzept, ungebaut. Der Nutzer hat gebeten, jeden Bezug auf "Stories" zu entfernen und stattdessen ein Konzept dafür zu liefern, wie tuxametrics mit Studien umgeht und ob sie sich verlinken lassen — Beispielformat "Basiert auf Studie XYZ".
Herkunft
Im Repo selbst gibt es keine einzige Stelle (Frontend-Code, Backend-Code, Dokumentation), die
das englische Wort "Stories" trägt — geprüft per Volltextsuche über tuxametrics-ui/src,
tuxametrics-laborauswertung-service/src und documentation/. "Stories" im engeren Sinn
(Agile/Scrum-User-Stories) taucht nur zweimal in internen Engineering-Dokumenten auf
(documentation/fachlich-beschrieben-nicht-gebaut.md, documentation/domain/regelwerk-governance.md)
und meint dort etwas anderes: unbewertete User-Stories aus dem Quellmaterial, kein UI-Element.
Was es dagegen gibt: TODO-raw/Simplyfied Tuxametrics 1/TuxAmetrics Wireframes.html (Hi-Fi-Mockup)
zeigt auf der Regel-Detailseite einen Abschnitt mit dem Titel "Aus dem Internet recherchiert" /
"Externe Studien und Leitlinien — Suche vom 12.08.2026, 14:02", gefüllt mit einem Beispiel:
Selenstatus bei akuter Entzündung Kohortenstudie · European Journal of Clinical Nutrition · 2021
Das ist vermutlich gemeint, wenn von "Stories" die Rede war — eine Verwechslung mit "Studies", die im Mockup tatsächlich als automatisch internetrecherchierte Studienkarten auftauchen. Dieser Abschnitt ist in keinem Screen dieses Repos umgesetzt — es gibt nichts, das man aus dem Live-Produkt entfernen müsste.
Warum das Mockup so nicht gebaut werden sollte
Die Leitregel dieses Projekts (CLAUDE.md) lautet: "Wo das Material keine Zahl hat, hat der Code
auch keine." Dieselbe Disziplin gilt für Quellenangaben, nicht nur für Zahlen:
- "Aus dem Internet recherchiert" behauptet eine Autorität, die niemand geprüft hat. Eine Suche, die zur Laufzeit (oder von einem Agenten beim Bauen) irgendeine Studie findet, sagt nichts darüber, ob sie tatsächlich die im Regelwerk hinterlegte Zahl stützt, methodisch tragfähig ist oder noch aktuell ist. Das Mockup-Beispiel ("Selenstatus bei akuter Entzündung", 2021) hat keinen erkennbaren Bezug zu einer konkreten Regel dieses Katalogs — es ist Bildschirmdekoration, keine Beleglage.
- Es gibt kein Modell für Evidenzgrad in diesem Repo — bewusst. ADR-0011 ("Bewusst offen
gelassen") benennt das ausdrücklich: "Evidenzgrad
I-1bisI-3je Regel.FACH-061verlangt ihn. Welcher Grad wann gilt, sagt das Material nicht — er würde geraten." Eine automatisch eingeblendete Studienkarte ohne Evidenzgrad-Einordnung wäre fachlich weniger als das, was das Material selbst schon als unzureichend verwirft. - Regulatorisch heikel.
tuxametrics.regulatorik.einstufungsteht laut ADR-0002 bewusst aufUNGEKLAERT. Eine Oberfläche, die ungeprüfte externe Quellen neben einer Therapieempfehlung präsentiert, sieht nach klinischer Evidenzbasis aus, ohne eine zu sein — das ist genau die Art Anspruch, die dieses Repo an anderer Stelle konsequent vermeidet (GM-6.2: "eine praxiseigene Regel nie als allgemeingültige fachliche Grundlage dargestellt").
Vorschlag: ein Quellenfeld, das eine Person füllt — kein automatisierter Studien-Fetch
Statt einer recherchierten Studienkarte: ein optionales Freitextfeld "Quelle", das eine Praxis
beim Setzen eines eigenen Regelwerts (R-Praxis, RegelWertPanel) neben der bereits vorhandenen
Pflicht-Begründung ausfüllen kann — Beispielwert genau im vom Nutzer skizzierten Format:
"Basiert auf Studie XYZ", oder ausführlicher mit Titel/Jahr/DOI, ganz wie bei der Begründung selbst
freie Formulierung.
Warum das dieselbe Disziplin einhält wie der Rest des Repos:
- Die Quelle ist eine Behauptung der Praxis, keine Systemaussage — exakt dieselbe Rolle wie die
bereits vorhandene Pflichtbegründung (
FACH-061: "Je Regel sind Anlass, fachliche Begründung … und verantwortliche Person dokumentiert"). Das System sucht nichts, prüft nichts, bewertet nichts — es speichert und zeigt, wortwörtlich wie eingegeben. - Erscheint an denselben zwei Stellen wie die Begründung: im
RegelWertPanelbeim Setzen/Ändern eines Werts, und je Eintrag inRegelVerlaufListe(Änderungsverlauf) — damit bleibt nachvollziehbar, welche Quelle zu welcher konkreten Änderung gehörte, nicht nur zum aktuellen Stand. - Passt in die bestehende
RegelwertSetzen/Regelaenderung-Struktur als ein zusätzliches optionales Feld (quelle: string | null), keine neue Entität.
Was das ausdrücklich NICHT ist:
- Keine automatisierte Internetsuche, kein KI-generierter Studienvorschlag.
- Keine Verifikation, ob die genannte Quelle den gesetzten Wert tatsächlich stützt — das bleibt Aufgabe der Person, die die Begründung schreibt, wie bei der Begründung selbst auch.
- Kein Evidenzgrad, keine Studienqualitäts-Einstufung (siehe ADR-0011, weiterhin bewusst offen).
- Kein Pflichtfeld — die meisten Regeländerungen in der Praxis werden auf klinischer Erfahrung beruhen, nicht auf einer zitierfähigen Einzelstudie, und sollen das auch bleiben dürfen.
Was es bräuchte, wenn entschieden
- Backend:
RegelwertSetzen/RegelwertZuruecksetzen(oder eine neue, gemeinsame Struktur) um ein optionalesquelle-Feld erweitern;RegelwertEntity/Regelaenderung-Persistenz entsprechend. - Frontend: ein weiteres, optionales Textfeld im Bearbeiten-Formular von
RegelWertPanel.tsx(neben der Begründung), Anzeige inRegelVerlaufListe.tsxund im "Begründung der Praxis"-Block vonRegelWertPanel.tsx. - Keine Fachentscheidung über was eine gültige Quelle ist — reines Freitextfeld, keine Validierung, kein Format-Zwang (URL, DOI, Klartext-Zitat — alles zulässig).
Kein Aufwand an anderer Stelle: keine neue Capability (läuft unter dem bestehenden
txm.regelwerk.regel.aendern), keine neue Route, keine neue Domäne.